![]() Als die Regierung in Athen Anfang Mai 2010 ein rigoroses Sparprogramm verkündet, kommt es zu Massenprotesten in Griechenland. |
Eine Währung unter Beschuss Die Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 verlangt den Staaten der europäischen Union viel ab. Konjunkturprogramme und Rettungspakete für Banken verschlingen Unsummen und lassen die Schuldenberge der Mitgliedsländer explodieren. Zwischenzeitlich erfüllen 22 der 27 EU-Mitgliedsstaaten die Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspaktes nicht mehr. Dieser verlangt, dass das Haushaltsdefizit maximal 3 Prozent und die Verschuldung maximal 60 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes betragen dürfen.
Besonders hart trifft die Finanzkrise Griechenland, das Ende 2009 Defizit und Staatsverschuldung nach oben korrigieren muss. Die Hiobsbotschaft aus Athen lässt das Vertrauen der Kapitalmärkte schwinden. Um an neue Kredite zu kommen, muss Griechenland in der Folge horrende Risikoprämien zahlen, was die Schulden weiter anwachsen lässt. Diese Entwicklung trifft 2010 auch andere Schuldenstaaten wie Portugal, Spanien und Irland und droht sie in den Staatsbankrott zu treiben – mit potentiell desaströsen Folgen für die europäische Gemeinschaftswährung und die Länder Eurozone. |